Aktuelles

masterZahnimplantate: Der Fortschritt fordert Spezialisten
Erfolgreich abgeschlossenes Zweitstudium: Dr. Thomas Horstkemper aus Paderborn ist „Master of Science in Oral Implantology“

(Frankfurt) Dr. Thomas Horstkemper aus Paderborn gehört seit dieser Woche zu jener noch kleinen Zahl von Zahnärzten, die ein zweijähriges Zusatzstudium erfolgreich absolviert und sich auf die Implantologie spezialisiert haben. Zusammen mit 36 Zahnärztinnen und Zahnärzten aus ganz Deutschland wurde Horstkemper auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in Frankfurt am am 29. November 2008 der akademische Grad „Master of Science in Oral Implantology“ verliehen.

Die Zahnimplantate, die sein Vater, Zahnarzt Dr. Franz-Joachim Horstkemper aus Paderborn, der inzwischen 89-jährigen Patientin vor 17 Jahren einpflanzte, geben der alten Dame bis heute beim Essen und Sprechen Sicherheit, weil ihre Prothese fest auf dem Oberkiefer sitzt. Nun hat Dr. Thomas Horstkemper, der mit seinem Vater in gemeinsamer Praxis arbeitet, ein zweijähriges Zusatzstudium absolviert und darf ab dieser Woche – zusätzlich zu seinem Doktortitel – den akademischen Grad „Master of Science in Oral Implantology“ führen.

Die Implantologie entwickelt sich rasant: Neue Strategien machen die Eingriffe auf der einen Seite Dank neuer Diagnoseverfahren und Computer-gestützter Planungsmethoden schonender. Gleichzeitig erweitert sich das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten und es sind heute Therapien möglich, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren.

Patienten wollen Spezialisten. In Deutschland implantieren Zahnärzte in diesem Jahr schätzungsweise 950.000 künstliche Zahnwurzeln. Im kommenden Jahr dürfte die Millionengrenze überschritten werden: Geht es um die „Dritten“ interessiert sich eine steigende Zahl von Patientinnen und Patienten für implantatgetragenen Zahnersatz – und sie wollen von einem Spezialisten behandelt werden. Das belegen Umfragen. Im Rahmen des Zahnmedizin-Studiums können jedoch nur die Grundlagen gelehrt werden. Die Fortbildung der Zahnärzte spielt daher in der Implantologie eine große Rolle.

Qualitätssicherung zum Nutzen der Patienten. Darum bietet die DGI, mit über 6500 Mitgliedern die größte wissenschaftliche Fachgesellschaft auf ihrem Gebiet in Europa, ein umfangreiches Fortbildungssystem, das die Behandlungsqualität in der Implantologie sichern soll. Der berufsbegleitende Studiengang, den die DGI zusammen mit der privaten Steinbeis-Hochschule Berlin anbietet, findet an Universitätskliniken und spezialisierten Praxen in ganz Deutschland statt. Zwei Jahre lang können die Studierenden bei der „Crème de la Crème“ der deutschen Implantologie ihr Können vertiefen und erweitern. Bundesweit haben inzwischen 136 Zahnärztinnen und Zahnärzte diesen Studiengang absolviert.

Einer neue Untersuchung bei Patienten der Universitätsklinik Bern zeigt, dass sich 82 Prozent der Befragten, die mit einer implantatgetragenen Prothese im Oberkiefer versorgt worden waren, erneut für diese Behandlung entscheiden würden. Das belegt die Umfrage eines anderen Absolventen des Studiengangs Master of Science in Oral Implantology für seine Master-Arbeit.